Fachstelle für Diagnostik (FfD) ALT

Gemeinsame Fachstelle der Landkreise Northeim, Göttingen sowie der Stadt Göttingen

Was ist die FfD?

Die Fachstelle für Diagnostik der JSN arbeitet im Auftrag der Jugendämter des Verbunds südniedersächsischer Jugendämter. Kernaufgabe der FfD ist seit ihrer Gründung das Erstellen von gutachterlichen Stellungnahmen zu Anträgen auf Eingliederungshilfe nach §35a SGB VIII. Geprüft werden die Anspruchsvoraussetzungen des Paragraphen 35a SGB VIII im jeweiligen Fall.

Wer hat Anspruch auf Eingliederungshilfe gem. §35a SGB VIII?

  1. Kinder oder Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn
  2. ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher Ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist und somit eine seelische Behinderung vorliegt oder droht.

Für wen ist die FfD?

Eltern können sich nicht direkt an uns wenden, sondern müssen einen Antrag auf Eingliederungshilfe beim zuständigen Jugendamt stellen. Diese können sich inhaltlich beziehen auf die Kostenübernahme von:

  • Legasthenietherapie
  • Dyskalkulietherapie
  • Einzelfallhilfe in Form von Schulbegleitung
  • Autismustherapie
  • Psychomotorik

Jugendämter beauftragen uns zur Begutachtung der o.g. Anspruchsvoraussetzungen gem. §35a SGB VIII und können sich auch mit folgenden o.ä. Fragestellungen an uns wenden:

  • Differenzialdiagnostik zur Abgrenzung einer seelischen von einer geistigen Behinderung als Grundlage für die sozialrechtliche Zuordnung oder zur Klärung fachlicher Fragen der Hilfeplanung
  • Feststellung des Hilfebedarfs bei jungen Erwachsenen nach einem stationären Psychiatrieaufenthalt (Bedarf des Zeitumfangs wird individuell geklärt)
  • Notwendigkeit und Geeignetheit einer stationären oder teilstationären Unterbringung nach §35a SGB VIII
  • Überprüfung der Möglichkeiten eines Verbleibs bzw. der Rückführung eines jungen Menschen in die Herkunftsfamilie
  • Erziehungsfähigkeit der Eltern
  • Abklärung psychischer Störungen oder Entwicklungsstörungen bei jungen Menschen aller Altersgruppen, ggf. bei bereits vorliegenden widersprüchlichen Berichten oder unklarer Ausgangslage, Einschätzung und konkrete Empfehlungen für die weitere Hilfeplanung
  • Lösungs- und prozessorientierte Begutachtung von Schulbegleitungsmaßnahmen

Auch fortbildende Tätigkeiten werden von den Mitarbeiterinnen der Fachstelle erbracht, z.B. die Fortbildung zur Zuordnung der Formen der Vollzeitpflege, Fachberatung für SchulbegleiterInnen.


Wie arbeitet die FfD?
Wir sind ein multiprofessionelles Team bestehend aus:

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen, Psychologischen Psychotherapeutinnen, Diplom-Pädagoginnen, Diplom-Sozialpädagoginnen, Diplom-Sozialpädagoge, Diplom-Psychologinnen, Diplom- Sozialwirt/in, Lerntherapeutinnen, Lehrerin, Diplom-Rehabilitationspädagogin.

Das Fachstellenteam verfügt über Professionsvielfalt als auch eine Spezialisierung auf die Kompetenzen im Kontext des §35a und kann dadurch flexibel auch an Systemschnittstellen eingesetzt werden. Wir arbeiten kooperativ an den Schnittstellen der Jugendhilfe zu Schule, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Sozialhilfe.

Unsere Arbeit umfasst somit folgende Tätigkeiten:

  • Testpsychologische Diagnostik
  • Diagnostisches und beratendes Gespräch mit Eltern und Kind
  • Verhaltensbeobachtung in Schulen, Kindergärten und Familien
  • Gutachtenerstellung
  • Netzwerkarbeit (Kooperation mit Personen o.g. Schnittstellen)
  • Fortbildung


Kontakt:

Jugendhilfe Süd-Niedersachsen e.V.
– Fachstelle für Diagnostik –
Gothaer Platz 1
37083 Göttingen

Ansprechpartnerin: Frau Dr. Draing (Leiterin der FfD)
fd-goettingen@jugendhilfe-sued-niedersachsen.de
Tel. 0551/999589-0 Fax: 0551/999589-13